JAF-Gruppe suspendiert ukrainische Lieferanten

11.07.2018

„Earthsight“ informiert JAF über illegale Aktivitäten betreffend ukrainischer Holzimporte in die EU. JAF-Gruppe reagiert sofort und setzt die Lieferanten „Kitus LLC“ und „Expert Assistance“ auf eine konzernweite Blacklist.

Die Nonprofit-Organisation „earthsight“ hat im Dezember 2017 die JAF-Gruppe über Korruption und illegale Aktivitäten betreffend Holzimporten von der Ukraine in die EU informiert. In ihrem Bericht wirft „earthsight“ einer Reihe von Unternehmen vor, die durch die EUTR-Richtlinien vorgeschriebene Sorgfaltspflicht nicht einzuhalten. Auch Einkäufe seitens der JAF-Töchter „JAF Holz Ungarn“ und „J.F. Furnir“ in Rumänien wurden genannt.

 

Lieferanten auf konzernweite Blacklist gesetzt

„Die von „earthsight“ erwähnten Hinweise betreffend JAF wurden sofort intern überprüft“, sagt Katharina Schabasser, CSR-Verantwortliche der JAF-Gruppe. Diese Überprüfung ergab, dass die von „earthsight“ genannten Lieferanten im Jahr 2015 Rundholz an J.F. Furnir geliefert haben. Die Zusammenarbeit mit diesen beiden Lieferanten fand ausschließlich in diesem einen Jahr statt. Die genannten Unternehmen und damit verbundene Personen wurden nach Bekanntwerden der Anschuldigungen sofort auf eine konzernweite Blacklist gesetzt. Sämtliche ukrainischen Lieferantenverbindungen wurden erneut überprüft.

 

„JAF ist sich seiner Rolle als wichtiger Markteilnehmer bewusst“, so Schabasser. „Für uns hat es oberste Priorität, die legale Herkunft unserer Produkte in der gesamten JAF-Gruppe sicherzustellen und damit unsere Stellung als korrekter und verlässlicher Partner für Lieferanten und Kunden zu sichern. Aus diesem Grund ist es der JAF-Gruppe ein wichtiges Anliegen, sich mit NGOs wie ‚earthsight‘ auszutauschen, die einen wichtigen Beitrag zur Aufklärungsarbeit leisten.“

 

Strenges internes Prüfsystem

In der JAF-Gruppe wird ein umfangreiches Sorgfaltspflicht-System gemäß der europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) umgesetzt. Dieses baut auf den drei Säulen Informationsbeschaffung, Risikobewertung und Risikominderung auf. Zusätzlich gibt es in jedem JAF-Land jährlich interne Überprüfungen durch die zentrale CSR-Abteilung. Auch seitens der zuständigen nationalen Behörden erfolgen regelmäßig Kontrollen, welche die Umsetzung der EUTR-Anforderungen bei JAF jeweils bestätigten. „Die JAF Gruppe ist bestrebt, das interne Prüfsystem auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus stetig weiterzuentwickeln“, so Schabasser.